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Aktuelle Informationen:
(chronologisch, neueste Meldungen zuerst)
Mai 2006
Freunde britischer High-End-Komponenten können sich über den neuen DVD-/SACD-Kombiplayer von Arcam freuen. Der DV137 gehört zur DiVA-Reihe des Unternehmens und verfügt über die bei heutigen DVD-Spielern üblichen Video-Funktionen wie Upscaling und HDMI-Anschluß. Für die Video-Verarbeitung ist ein Zoran Vaddis 888S-Prozessor zuständig, der lt. Arcam in diesem Spieler erstmalig eingesetzt wird. Das Gerät im edel-schlichten Design ist ab sofort für ca. 2000€ zu haben.
Das Klassik-Label Tacet nennt auf seiner Website seit kurzem Veröffentlichungsdaten für die beiden noch ausstehenden Folgen des Beethoven-Streichquartett-Zyklus mit dem Auryn-Quartett. Kammermusik-Freunde, die Wert auf hochwertige Surround-Aufnahmen legen, müssen sich demnach leider erheblich gedulden: Folge 3 soll nämlich Ende 2006 als DVD-Audio erscheinen, Folge 4 gar erst Ende 2007. Als CD sind beide Produktionen bereits seit vorletztem (!) Jahr zu haben. Gründe für die Verzögerungen hat Tacet nicht angegeben.
Pioneer wechselt einmal mehr die Produktpalette seiner Einsteiger-DVD-Player aus. Der neue DVD-Audio-/SACD-Universalspieler in dieser Kategorie hört auf die Bezeichnung DV-696AV; er ersetzt den im Vorjahr erschienenen DV-585. Neben der Wiedergabemöglichkeit der beiden High-End-Tonträger erfreut das Gerät seine Besitzer mit einem HDMI-Ausgang, der auch einen Video-Scaler anbietet. Ebenfalls an Bord des knapp 180€ teuren Gerätes ist eine DivX-Wiedergabemöglichkeit. Erhältlich ist der Player ab kommenden Monat.
April 2006
Während sich die DVD-Nachfolgeformate HD-DVD und BluRay schon für ihr Kopf-an-Kopf-Rennen warmlaufen, legt der HiFi-Hersteller Rotel nochmal einen hochwertigen DVD-Audio-Player auf: mit dem RDV-1092 wird (derzeit nur auf dem US-Markt) ein Gerät mit HDMI-Ausgang und eingebautem Upscaler vorgestellt, konventionelle Video-DVDs kann der Player also auf das neue HDTV-Format 1080i "hochrechnen". Vom Design her orientiert sich der 1092 am älteren RDV-1060, dessen konkurrenzlos informatives Punktmatrix-Display er leider nicht geerbt hat.
Ende April erfreut Lebensmittel-Discounter Aldi Süd seine Kundschaft nicht nur mit praktischen Werkzeugen für Haus und Garten - auch das regelmäßig wiederkehrende Angebot eines preiswerten DVD-Audio-Spielers ist wieder einmal an der Reihe. Das diesjährige Modell ist zwar mit € 59,95 wieder etwas teurer als beim letzten Angebot im November 2005: dafür hat man das Gerät mit einem HDMI-Ausgang ausgerüstet, der das Video- und Audiosignal in digitaler Form an geeignete LCD- oder Plasmadisplays überträgt. Ansonsten scheint die Ausstattung unverändert.
Der Jahreswirtschaftsbericht der deutschen Phonowirtschaft, sprich der verbandsmäßig organisierten Anbieter von Tonträgern, weist für 2005 wiederum einen Rückgang der Verkaufszahlen um rund 10% aus. DVD-Audio und SACD, die in der Statistik gemeinsam erfaßt sind, sind mit rund 400'000 verkauften Exemplaren noch hinter der Vinyl-LP angesiedelt und spielen angesichts 123 Millionen verkaufter CDs kaum eine Rolle. Deutlich erfolgreicher sind DVD-Musikvideos, die allerdings 2005 auch einen leichten Rückgang auf 9,8 Millionen verkaufter Exemplare (Vorjahr: 9,9 Millionen) zu verzeichnen hatten.
März 2006
Lebhafte Diskussionen in diversen Internet-Foren löst eine in den USA aufgetauchte Bootleg-DVD-Audio aus, die nichts anderes als den in den 1970er-Jahren von Tonmeister-Legende Alan Parsons erstellten Quadrophonie-Mix des Albums The Dark Side of the Moon von Pink Floyd enthält. Während sich diejenigen, die (wie auch immer) einer Kopie habhaft werden konnten, an der exzellenten Tonqualität und der professionellen Aufmachung der nicht autorisierten Produktion begeistern, kursieren Spekulationen über die Quelle, aus der sich der oder die »Täter« das angeblich verwendete, originale Quadro-Mutterband beschafft haben könnten. Wohl auszuschließen ist ein Racheakt von Parsons, der ja beim Ende 2002/Anfang 2003 erstellten 5.1-Surround-Mix (als SACD veröffentlicht) nicht zum Zuge gekommen war (siehe News-Archiv, November 2002 und Februar 2003). Parsons soll darüber seinerzeit nicht wenig verärgert gewesen sein, seine Kritik an der SACD kann man hier nachlesen. Eher denkbar, aber auch reine Vermutung ist ein Schachzug eines EMI-Insiders, der das jetzt entstandene Aufsehen als Argumentationshilfe für eine offizielle Veröffentlichung der (ursprünglich schon einmal geplanten, und dann zugunsten der SACD aufgegebenen) DVD-Audio nutzen will.
Zum 17. März hat der einstige DVD-Audio-Hauptprotagonist Warner Music eine seiner inzwischen rar gewordenen DVD-Audio-Veröffentlichungen auf den deutschen Markt gebracht: es handelt sich um »Morph the Cat« von Donald Fagen. Als Zwitterwesen (Paket mit zwei Discs: eine CD, eine DVD-Audio) leidet die Produktion darunter, daß man sie – wenn man nicht weiß, wonach man sucht – in den Katalogen diverser Internet-Versender nur schwerlich findet: sowohl der (ansonsten meist recht gut informierte) Versender jpc als auch das diesbezüglich genaue Gegenteil amazon.de listen den Titel als CD, der Begriff »DVD-Audio« taucht in den Produktbeschreibungen nicht auf. Schade.
Mit einem richtig dicken Veröffentlichungspaket ist die im Schwarzwald ansässige Firma Cascade Medien in das Thema DVD-Audio eingestiegen. Nicht weniger als 38 DVD-Video/Audio-Hybriddiscs (jeweils mit beigelegter CD) mit Jazz-Repertoire (»Giants of Jazz«), dazu anläßlich des Mozart-Jahres zwei umfangreiche Reihen (8 DVDs mit Symphonien, 16 DVDs mit Konzerten) mit Werken des Salzburger Meisters, vermeldet die Website des Unternehmens. Dem Anschein nach handelt es sich durchweg um ältere Aufnahmen. Ein Teil der Jazz-Titel ist etwa bei amazon.de gelistet, bezüglich des größeren Rests haben wir das Label um entsprechende Hinweise gebeten. Herzlicher Dank geht an Herrn Martin Miller aus München, der uns freundlicherweise auf dieses neue Label aufmerksam gemacht hat.
Nachtrag: wie sich nun herausstellt, handelt es sich um Veröffentlichungen im DVDplus-Format (vergleichbar der DualDisc: eine Seite CD, die andere DVD); der Mozart-Symphonienzyklus ist inzwischen etwa bei jpc im Angebot, die Preise der Discs sind im unteren Segment angesiedelt. Ob es sich bei den – übrigens recht nachlässig edierten – Discs um echte Surround-Produktionen handelt, darf angesichts des Alters (teilweise vor 1970) der Aufnahmen getrost angezweifelt werden.
Februar 2006
Auch wenn der Veröffentlichungstermin in die heiße Phase des Kölner Karnevals fiel, kann man die neueste Veröffentlichungsreihe des in der Domstadt ansässigen EMI-Labels nur mit Kopfschütteln quittieren: unter dem Titel Extended Audio Disc brachte der Musikkonzern zum 24. Februar vier Klassik-DVDs auf den Markt, die zwar – von Bonustracks abgesehen – ohne Video-Inhalte daherkommen, aber dennoch auf hochauflösenden Surround-Sound im DVD-Audio-Format verzichten. Surround-Hörer werden mit datenreduziertem Material in Dolby und DTS 5.1 bedient, einzig der Stereo-Track geht mit 24 bit/48 kHz ein wenig über den CD-Standard hinaus. Das Schlagwort "High Definition Audio" auf dem Cover löst unter solchen Umständen doch einiges Stirnrunzeln aus. Preislich liegt die Reihe zudem mit deutlich über 20 Euro pro Titel im Premium-Segment – ein ebenso enttäuschender wie fragwürdiger Versuch, die Absatzkrise im Tonträgermarkt zu überwinden.
Zu den derzeit äußerst spärlichen Neuveröffentlichungen auf DVD-Audio zählen zwei Titel des US-Labels AIX Records: der Titel »Resolution« ist ein Jazz-Album der Gruppe Vantage Point, die sich um den Toto-Schlagzeuger Simon Phillips formiert hat. Das zweite Album bietet unter dem Namen »Brand New Opry Vol. 1: Another Time« Country-Music. Die auf jeweils einer doppelseitigen DVD aufgezeichneten Alben bieten nahezu alles, was beim heutigen Stand der Multimedia-Technik machbar ist – bis hin zu einer HDTV-Video-Aufzeichnung für den entsprechend ausgestatteten PC.
Seit dem 10. Februar sind nun auch in Deutschland die ersten vier Titel aus dem Wiedervöffentlichungs-Paket der »Talking Heads« lieferbar. Im Gegensatz zu den USA, wo Warner die Alben als DualDisc herausgegeben hat, wird der deutsche Markt mit 2-Disc-Sets, bestehend aus DVD-Audio und beigepackter CD, versorgt. Dies führt dazu, daß einige Versender (so etwa jpc) die Discs unter der Rubrik »CD« führen, wo sie – etwa bei konkreter Suche nach DVD-Audio-Neuerscheinungen – unentdeckt bleiben.
In Zusammenarbeit mit der Orgelbauwerkstätte Josef Maier, Hergensweiler, hat M7 RECORDS im vergangenen Jahr eine CD produziert, die ein Werk dieses Orgelbauers porträtiert: die 2004 entstandene Orgel der Pfarrkirche St. Michael im schwäbischen Aichstetten. Die Einspielung ist in kleiner Auflage nunmehr auch als DVD-Audio (auf DVD-R) verfügbar, der Titel kann ab sofort und nur bei uns bestellt werden. Einzelheiten finden sich hier.
Januar 2006
Der PC-Musiksofwarehersteller Steinberg hat die Version 6 seines Audio-Masteringprogrammes WaveLab angekündigt. Das Programm, das seit Version 5 auch DVD-Audio-Authoring beherrscht, hat in der neuen Version offenbar keine DVD-Audio-spezifischen Erweiterungen erfahren. Wavelab-5-Benutzer benötigen neben dem 99 Euro teuren Update auch einen USB-Dongle (Steinberg Key, knapp 20 Euro), der künftig den Kopierschutz für das Programm sicherstellen soll.
In den USA sind die DualDiscs aus dem Talking-Heads-Brick (siehe Oktober 2005) nunmehr auch als Einzeldisc lieferbar, bisher war nur das 8 DualDiscs umfassende Komplettset im Angebot. Parallel dazu bringt Warner die acht Titel in Großbritannien als 2-Disc-Sets, bestehend aus DVD-Audio und separat beigepackter CD auf den Markt.
Dezember 2005
Filmmusik- und »Herr-der-Ringe«-Fans kommen in den USA zu Weihnachten in den Genuß einer opulent ausgestatteten 3-CD-Box, die 180 Minuten Filmmusik zum 1. Teil (»Die Gefährten«) des monumentalen Film-Epos enthalten. In der Box enthalten ist auch eine DVD-Audio, die das komplette Material im Surround Sound enthält. In Europa ist der bei Warner erschienene Titel – wie leider alles andere als üblich – ebenfalls greifbar, freilich zu einem mit knapp 80 Euro recht stolzen Preis.
Der amerikanische Softwarehersteller Minnetonka Audio läßt seinem professionellen DVD-Audio-Authoringprogramm DiscWelder Chrome II ein Wartungs-Update angedeihen. Auf die Implementierung neuer Features wurde offenbar verzichtet, die Versionsnummer ist nunmehr aktuell 2.0.25. DiscWelder-Besitzer können einen personalisierten Download-Link beim Support des Herstellers anfordern.
Ungeachtet der untenstehenden Meldung hat Naxos soeben eine neue DVD-Audio-Veröffentlichung vorgelegt. Es handelt sich mit der "Feuerwerksmusik" und der "Wassermusik" von Georg Friedrich Händel um ein ausgesprochen populäres Programm. Interpretiert werden die beiden barocken Dauerbrenner vom Aradia Ensemble unter Leitung von Kevin Mallon.
November 2005
Ein Leser des englischsprachigen Internet-Forums DVD-Audiobahn hat eigenen Angaben zufolge eine E-Mail von Naxos erhalten, nach der das Label keine neuen DVD-Audio-Titel mehr herausbringen wird. Ebenfalls eingestellt werden sollen angeblich die zumeist parallel erfolgten SACD-Veröffentlichungen. Naxos war im laufenden Jahr das letzte verbliebene große Label, das noch im größeren Umfang neue Klassik-Aufnahmen auf DVD-Audio auf den Markt brachte, seit Jahresbeginn sage und schreibe acht Titel.
Einen dicken Haken kann das Management des Warner-Labels Rhino in diesen Tagen hinter eine wahrlich »unendliche Geschichte« machen: nach endlosen Ankündigungen und stets auf dem Fuße folgenden Verschiebungen kam vor einigen Tagen nun endlich das Album »Running on Empty« von Jackson Browne als DVD-Audio auf den (amerikanischen) Markt. Als Veröffentlichungsformat hat man sich für die Doppelbox mit je einer CD und einer DVD-Audio (alias Double Disc) entschieden - Warner fährt also weiterhin zweigleisig und hält sich bezüglich des doppelseitigen CD-/DVD-Zwitters DualDisc merklich zurück. Europäische Käufer müssen »Running on Empty« derzeit auf eigene Faust aus den USA beschaffen.
Weitere DVD-Audio-Neuerscheinung bei Tacet: Modest Mussorgskijs vorwiegend in Bearbeitungen für Orchester bekannter Dauerbrenner »Bilder einer Ausstellung«, gekoppelt mit Maurice Ravels »Miroirs« sind die Werke auf der Neuproduktion mit dem Pianisten Markus Schirmer. Die »Bilder« sind dabei auf der DVD-Audio auch in Tacets »Moving Real Surround Sound« enthalten, bei dem sich durch Eingriffe des Tonmeisters während des Stückes die akustische Perspektive ändert.
Es ist wieder soweit: ab dem 21. November bietet Lebensmittel-Discounter Aldi in seiner Süd-Filialkette erneut einen DVD-Audio-Player an; auf die entsprechende Fähigkeit des Spielers sowie die eingebauten 192 kHz/24 bit-Wandler wird im Prospekt auch prominent hingewiesen. Ausstattungsmäßig entspricht das Gerät offenbar weitgehend den bereits im Herbst letzten und Frühjahr dieses Jahres angebotenen Tevion-Geräten; das Design wurde modifiziert und wirkt jetzt etwas gefälliger. Preislich zieht man mit der Konkurrenz (vgl. Meldungsübersicht September) gleich und verlangt recht attraktive € 49,99.
Nach langer Pause gibt es in Europa wieder eine DVD-Audio-Neuerscheinung mit Popmusik zu vermelden: die EMI bringt dieser Tage zwei schon länger angekündigte Alben von David Bowie als Surround-Produktion neu heraus. Es handelt sich um »Stage« aus dem Jahr 1978, sowie um das sogar noch vier Jahre ältere Album »David live«.
Eher schmal ist bislang das Angebot an DVD-Audios, die im Format 24bit/192kHz aufgenommen wurden. Einen interessanten Beitrag liefert das italienische Label Ludomentis, das bei dieser Gelegenheit gleich noch das heiße Thema »PCM versus DSD« angeht. In einer Doppelbox werden zwei simultan entstandene Aufnahmen von Franz Liszts »Grandes Etudes pour le Piano«, einmal als DVD-Audio im PCM-Verfahren, einmal als SACD in DSD-Technik angeboten. Das besondere: jede Disc wurde tatsächlich durchgängig im jeweiligen System produziert, d.h. ohne die sonst übliche Vorgehensweise, eine PCM-Produktion am Ende in DSD zu konvertieren. Der Webshop des Labels scheint derzeit außer Funktion zu sein, ansonsten wäre die Aufnahme wohl auf diesem Wege zu beziehen.
Oktober 2005
Das in Düsseldorf ansässige Spezial-Label für Orgelmusik Motette-Ursina/Psallite kündigt in seiner soeben erschienenen Prospekt-Broschüre "Neuerscheinungen II/2005" drei weitere DVD-Audio-Produktionen an. Eine davon, nämlich eine Produktion mit Orgelwerken von Johann Sebastian Bach, gespielt von Bernhard Buttmann an der Orgel von St. Sebald in Nürnberg, nutzt die Standbildfunktionen der DVD-Audio, um dem Hörer zusätzlich auch optische Impressionen aus dem Inneren des Kirchenraumes zu vermitteln. Die zweite Produktion entstand an den Orgeln des Freiburger Münsters. Klemens Schnorr spielt hier Werke von Jean Langlais, Flor Peeters, Anton Heiller, Johann Nepomuk David, Josef Messner und Karl Höller. Die dritte DVD-Audio-Neuerscheinung von Motette ist schließlich ganz Werken des Komponisten Josef Gabriel Rheinberger gewidmet: auf der Orgel von St. Michael in München, der einstigen Wirkungsstätte Rheinbergers, spielt Elmar Schloter die beiden großen viersätzigen Sonaten op. 148 und op. 196. Alle drei Produktionen enthalten neben der DVD-Audio auch eine inhaltsgleiche CD.
Das Stuttgarter Klassik-Label Tacet kündigt dieser Tage die zweite Folge seines Beethoven-Streichquartett-Zyklus mit dem Auryn-Quartett an. Die DVD-Audio folgt der CD-Version mit mehr als einem Jahr Verspätung; Details sind der Website derzeit noch nicht zu entnehmen.
Die Talking Heads sind in den USA zu der Ehre einer opulent ausgestatteten DualDisc-Box gekommen. Insgesamt 8 Discs enthalten die Alben der Band in neuen Surround-Abmischungen, die (für DualDiscs leider nicht selbstverständlich) durchgängig im DVD-Audio-Format erstellt wurden. Ob der "Talking Heads DualDisc Brick" auch in Deutschland offiziell auf den Markt kommt, steht wohl noch in den Sternen. Einzelne Händler bieten die Box bereits als Eigenimport an.
September 2005
Wieder einmal bietet ein Lebensmittel-Discounter einen Billig-DVD-Player mit Unterstützung für DVD-Audio-Wiedergabe an: laut Prospekt der Handelskette Plus ist der in der letzten Septemberwoche für € 49,99 feilgebotene Clatronic 694 in der Lage, DVD-Audio abzuspielen. Mit dem Preis werden die Angebote des Konkurrenten Aldi vom Frühjahr nochmals unterboten; dort hatte im März ein Gerät der Hausmarke Tevion noch 10 Euro mehr gekostet.
Der neu gegründete Software-Hersteller Cirlinca bereichert den Markt für DVD-Audio-Authoringsoftware um ein einfach zu bedienendes Programm namens DVD-Audio Solo. Das knapp 35 US-Dollar teure Programm unterstützt alle gängigen DVD-Rohlinge einschließlich Double Layer; auf der Website ist eine kostenlose Test-Version verfügbar, die die Erstellung von maximal sieben DVD-Audio-Discs erlaubt; für eine fortgesetzte Nutzung ist dann der Kauf eines Aktivierungsschlüssels erforderlich. Die Software läuft auf Windows-PCs.
Ein DVD-Audio-/SACD-Player zum Kampfpreis, und dann auch noch (zumindest was die Endmontage betrifft) »Made in Germany« ? Solches verspricht der DVD 635S der in Hilden ansässigen Cyberhome AG. Der Preis des Gerätes dürfte sich knapp unter 100 Euro einpendeln, ein Test der Internet-Seite DV-Rec bescheinigt dem Gerät hohe Qualität. Auch über ein vergleichbares Konkurrenzprodukt berichtet DV-Rec: der Sigmatek XM 400pro ist ebenfalls ein Kombiplayer, auch hier bewegt sich der Preis um die 100 Euro.
Mit dem deutsch-italienischen Label ARTS Music wechselt ein weiterer bisheriger DVD-Audio-Anbieter in das SACD-Lager. In einer E-Mail werden die ersten beiden Hybrid-SACDs angekündigt; die SACD habe sich als das "bevorzugte neue Medium" am Beginn des 21. Jahrhunderts etabliert, heißt es in der Mitteilung von ARTS.
Futter für die Surround-HiFi-Anlage bieten seit der Funkausstellung drei der ARD-Rundfunkanstalten. Durch die Umstellung des Satellitenkanals für die ARD-Hörfunkprogramme steht genügend Übertragungskapazität für regelmäßige Mehrkanalton-Sendungen im Dolby-Digital-System zur Verfügung. Noch bis zum 19. September gibt es drei Testprogramme des BR, WDR und SWR. Danach will der Bayerische Rundfunk (beginnend am 7. Oktober) regelmäßig Konzerte seines Symphonieorchesters live im Surround-Sound übertragen. Die nächsten Termine haben die Münchener auf einer eigenen Seite ins Netz gestellt. Nachtrag: auch WDR und SWR machen nach dem 19. September mit einem sporadischen Surround-Programmangebot weiter. Informationen des WDR finden sich hier, die des Südwestrundfunks hingegen hier.
Nur noch am Rande spielen bei der diesjährigen Funkausstellung die beiden hochauflösenden Audioformate DVD-Audio und SACD eine Rolle; durch den seit nunmehr fünf Jahren andauernden Formatkrieg und eine geradezu groteske Abstinenz bei der Veröffentlichung neuer Software-Titel ist es den Vertretern beider Formate gelungen, das Thema ins Abseits zu befördern.
Zumindest auf der Hardware-Seite gibt es erwähnenswerte Neuerscheinungen: so präsentiert Pioneer mit dem DV-989AVi einen neuen DVD-Audio-/SACD-Kombiplayer der gehobenen Preisklasse, der sowohl über HDMI als auch über i.Link das hochauflösende Surround-Signal der DVD-Audio auch digital ausgibt. Ebenfalls mit HDMI, aber um einiges preisgünstiger, präsentiert Denon den Kombiplayer DVD-1920; durch die Möglichkeit, DVD-Bilder auf eines der hochauflösenden HDTV-Formate "hochzurechnen", dürfte dieser Player auch für Video-Fans interessant sein. Samsung präsentiert den bereits bekannten DVD-HD950, der sich in der selben Preisregion wie der Denon-Neuling tummelt, und auch von der Ausstattung her vergleichbar ist.
August 2005
Der Medienkonzern SonyBMG hat nunmehr die Veröffentlichung der ersten DualDiscs in Europa angekündigt. Ab Ende August soll das Startprogramm von rund 30 Titeln in den Händlerregalen stehen. Dafür soll bemerkenswerterweise vorerst auf die Herausgabe neuer SACDs verzichtet werden, meldet die Schweizer Website dvdforum.ch. Freilich bedeutet dieser Schritt offenbar zugleich den Weg in die klangliche Zweitklassigkeit für SonyBMG - die DualDiscs werden auf ihrer DVD-Seite nämlich keine DVD-Audio-Inhalte, sondern nur Musik im stark datenreduzierten Dolby-Digital-Format enthalten. Inhaltlich werden internationale, aber auch nationale Stars aus den Programmen der fusionierten Sony/Columbia- und BMG-Labels geboten; dabei sind etwa Bruce Springsteen und Udo Jürgens.
Naxos meldet sich mit einem Highlight aus den Sommerferien zurück: die neueste DVD-Audio-Veröffentlichung enthält die Orchesterfassung von Modest Mussorgskijs „Bildern einer Ausstellung“ - freilich nicht in der verbreiteten Übertragung von Maurice Ravel, sondern in der des legendären amerikanischen Dirigenten Leopold Stokowski. Ergänzt wird das Werk von weiteren Kompositionen der beiden genannten; zu hören ist das Bournemouth Symphony Orchestra unter José Serebrier.
Mit einigem Aufwand bereitet derzeit Soundkarten-Hersteller Creative Labs die Einführung seiner neuen Produktfamilie Soundblaster X-Fi vor. Die auf einem extrem leistungsfähigen DSP-Chip (Xtreme Fidelity) basierenden Karten sollen die Tonwiedergabe am PC zu einer bisher »nie dagewesenen Hörerfahrung« werden lassen, verspricht die recht unbescheidene Eigenwerbung des Herstellers. Auf der Webseite erfährt man zwar mancherlei über die Fähigkeit der Karte, MP3-Dateien auf 24-Bit-Auflösung »hochzurechnen« und Pseudo-Surround per Kopfhörer wiederzugeben. Ob jedoch die (z.B. in einem Pressebericht der c't) angekündigte DVD-Audio-Fähigkeit in das finale Produkt eingeflossen ist, verschweigt Creative. Immerhin war DVD-Audio ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal der Vorgängerprodukte Audigy 2 und Audigy 4. Der Verkaufsstart der neuen X-Fi-Karten soll im September mit zunächst vier Kartentypen erfolgen.
Juli 2005
Die für Ende des Monats, genauer für den 26. Juli, geplante Herausgabe der DVD-Audio-Fassung von »Brothers in Arms« wird in den USA offenbar in Form einer DualDisc geschehen. Der Titel ist jedenfalls in diesem Format auf der Website des US-Versenders sendmemovies.com gelistet. Dies wäre der Wiedereinstieg der Warner-Gruppe in dieses Hybridformat, nachdem man wegen der negativen Reaktionen diverser Geräte-Hersteller im letzten halben Jahr vornehmlich sogenannte DoubleDisc-Sets aus zwei getrennten Platten, nämlich einer CD und einer DVD, herausgebracht hatte. Definitiv steht fest, daß einige Player und PC-Laufwerke, teilweise auch aus aktueller Produktion, mit der CD-Seite der DualDisc nicht zurechtkommen.
Derweil herrscht im DualDisc-Lager eine schon babylonisch anmutende Formatverwirrung: unklar ist zumeist, ob die Platten auf der DVD-Seite nur Video-Inhalte mit Ton mit oder ohne Surround-Sound unterschiedlichster Qualität, oder eben doch hochauflösenden Mehrkanalton im DVD-Audio-Format enthalten – im Zweifelsfalle kann man davon jedenfalls nicht ausgehen.
Juni 2005
Nicht direkt mit DVD-Audio hat die Meldung zu tun, daß nach Radio Schweden nun auch der norwegische Rundfunk Klangbeispiele im Surround-Sound auf seiner Website anbietet. Die zum Teil recht umfangreichen Aufnahmen sind DTS-codiert und können nach dem Download mit dem PC auf eine CD-R gebrannt werden. Zur Wiedergabe eignen sich alle DVD-Audio-Player mit eingebautem DTS-Decoder, aber auch jeder CD-Player, der digital an einen Surround-Receiver mit DTS-Fähigkeit angeschlossen ist. Eine Wiedergabe über herkömmliche Stereo-Geräte ist ausgeschlossen. Angesichts der teilweise mehrere hundert Megabyte großen Dateien ist für den Download ein schneller DSL-Anschluß mit Flatrate Pflicht.
Übrigens setzt der Bayerische Rundfunk weiterhin seine Surround-Sendungen im Rahmen des ARD-Nachtkonzerts fort. Alle 14 Tage gibt es auf dem Satellitenkanal von Bayern 4 Klassik eine Dolby-AC3-codierte Sendung, leider jeweils zu nachtschlafender Zeit von 02.05 bis 04.00 Uhr. Eine Programmvorschau findet sich hier.
Deutlich attraktiver ist da das Programm Ö1 des Österreichischen Rundfunks ORF: eine aktuelle Übersicht über die Surround-Sendungen (zumeist mit Eigenproduktionen und Konzertaufnahmen) des Hörfunk-Kulturkanals ist hier zu finden, die Sendezeiten sind durchweg hörerfreundlicher als bei den Bayern. Im Gegensatz zu den verschlüsselten TV-Angeboten aus Wien sind übrigens die ORF-Radioprogramme über den Astra-Satelliten frei empfangbar.
Pioneer hat den populären DVD-Audio-/SACD-Kombiplayer DV-575 durch einen Nachfolger ersetzt. Der bereits lieferbare DV-585 weist im Vergleich zu seinem Vorgänger keine neuen Features auf. Freilich ließen ihm die Japaner ein Facelifting angedeihen, zudem fiel der (freilich heutzutage kaum noch marktbedeutende) Listenpreis um weitere 20 Euro auf 179,00. Das Gerät ist in Silber und Schwarz zu haben. Negativ fällt der laut Datenblatt um den Faktor 7 gestiegene Standby-Strombedarf auf.
Offenbar für den 26. Juli ist in den USA die Veröffentlichung der DVD-Audio-Version von »Brothers in Arms« vorgesehen. Der Dire-Straits-Klassiker ist in Europa bereits seit einigen Wochen als Surround-Remaster im SACD-Format zu haben, der Grund für die unterschiedlichen Formate liegt in den für beide Kontinente unterschiedlichen Vertragslabels der Band.
Unterdessen hat Warner Music in den USA einige DVD-Audio mit beigelegter CD (»DoubleDisc«) veröffentlicht, ohne die Titel parallel auch auf den europäischen Markt zu bringen. Dabei sind drei Alben von Seal, nämlich 1991, 1994 und Live in Paris. Nicht dabei ist – wie könnte es auch anders sein? – einmal mehr »Running on Empty«. Jackson Browne läßt seine Fans weiter schmoren, über die Hintergründe der endlosen Geschichte um das nunmehr 28 Jahre alte Live-Album ist bis heute kein Wort an die Öffentlichkeit gedrungen.
Für das Audio-Editorprogramm WaveLab hat Hersteller Steinberg ein Update auf Version 5.01b veröffentlicht. Neben der Unterstützung für das Audio-Restaurationssystem reNOVAtor werden auch diverse Fehlerkorrekturen geboten. Allerdings handelt es sich dabei noch um eine Beta-Version; wer mit der aktuellen Release 5.01a keine Probleme hat, sollte lt. Steinberg zunächst bei dieser bleiben.
Mai 2005
Der deutsche Software-Hersteller Magix, bislang bereits mit Samplitude, Sequoia und Music Cleaning Lab Deluxe im Bereich der DVD-Audio-Brennprogramme vertreten, hat nun auch seine Video-Authoringlösung Video Deluxe um DVD-Audio-Brennfähigkeit erweitert. Die entsprechende Software erweitert ein beim Anwender bereits vorhandenes Video-Deluxe-Paket; eine Komplettlösung ist nicht erhältlich. Zudem gibt es Video Deluxe Pro Audio nicht im Handel, sondern nur über den Webshop des Herstellers.
Die Internet-Präsenz der DVD-Audio-Initiative e.V. ist seit einigen Tagen nicht mehr erreichbar. Inwieweit dies auf eine Auflösung des Vereins hindeutet, ist derzeit unklar. Die Initiative wurde vor einigen Jahren von mehreren deutschen Plattenlabels (darunter Warner, MDG und Farao Classics) sowie Geräteherstellern gegründet und sollte das DVD-Audio-Format in Deutschland bekannt machen. Allzu intensiv wurde dies freilich nie betrieben; die letzte Aktualisierung der Website fand zur Funkausstellung 2003 statt. Zudem sind zahlreiche Mitglieder der Initiative inzwischen auf das SACD-Format umgestiegen.
Denon hat seine digitale Audio-Schnittstelle Denon Link um die Möglichkeit erweitert, neben DVD-Audio-Signalen nun auch den DSD-Datenstrom der SACD digital zu übertragen. Davon verspricht man sich eine verlustfreie Übermittlung an entsprechend ausgestattete Receiver bzw. Verstärker. Die aktuellen Player DVD-A1XV und DVD-3910 können entsprechend umgerüstet werden, auch für das frühere Spitzenmodell DVD-A11 soll es Anfang Juni ein Upgrade-Angebot auf das Denon Link 3rd genannte System geben.
April 2005
Mit der Version 4 des DVD-Authoring-Programms »FilmBrennerei Deluxe« hat nun ein weiterer Massenmarkt-Hersteller – nämlich Ulead – seine Software um Funktionen zum Erstellen von DVD-Audio-Discs erweitert. In welchem Umfang der DVD-Audio-Standard (Kanalzahl? Abtastrate/n?) von dem knapp 65 Euro teuren Paket unterstützt wird, geht aus dem Datenblatt nicht hervor.
Anfang Mai findet in München wieder die High End stand; nach einem Fachbesuchertag am 5. Mai ist die Ausstellung von 6. bis 8. Mai dem Publikum zugänglich. Die 2+2+2 Marketing AG wird gemeinsam mit der Zeitschrift Crescendo ein Live-Programm mit Präsentationen und Vorträgen zum Thema Surround gestalten; Moderator ist Werner Dabringhaus von der Musikproduktion Dabringhaus und Grimm, Detmold. Inwieweit das derzeit etwas schwächelnde DVD-Audio-Lager ansonsten vertreten ist (DVD-Audio-Initiative e.V. ???), wird sich zeigen müssen.
Eine relativ interessante Meldung hat HighFidelityReview.com parat: demnach werden die in Europa veröffentlichten DualDiscs der 5.1 Entertainment Group (Labels: Silverline, Immergent und MyUtopia) nicht mit der nach wie vor recht umstrittenen amerikanischen Technologie gefertigt, sondern basieren auf der DVDplus-Technik des deutschen Unternehmers Dieter Dierks. Der Markenname DualDisc wird dabei jedoch beibehalten. Man darf gespannt sein, ob auch die für den Sommer avisierten europäischen DualDiscs von SonyBMG in Wirklichkeit DVDplus-Scheiben sein werden. Naheliegend wäre dies, war doch das BMG-Presswerk Sonopress schon vor Jahren Produzent etlicher DVDplus-Veröffentlichungen. In letzter Zeit war es allerdings recht ruhig um das Format geworden. Immerhin: das Sony-Presswerk DADC hat für die DVDplus Ende 2004 ein Lizenzabkommen mit Dierks' Firma geschlossen.
Der spanische Komponist Manuel de Falla steht im Mittelpunkt der neuesten DVD-Audio von Naxos: neben dem wohlbekannten »Dreispitz« (El Sombrero de Tres Picos) ist auf der Aufnahme das Werk »Der Liebeszauber« (El Amor Brujo) zu hören.
Nachdem in Europa die Veröffentlichung des Dire-Straits-Klassikers Brothers in Arms als SACD ansteht (VÖ-Datum: 9. Mai), gibt es in den USA Spekulationen über eine bald erscheinende Version des Albums auf DVD-Audio. Hintergrund entsprechender Meldungen ist, daß auf dem amerikanischen Markt alle Dire-Straits-Alben von Warner Music vertrieben werden – der Medienkonzern gehört zu den DVD-Audio-Verfechtern der ersten Stunde und hat zumindest in den USA bislang noch keine SACDs herausgebracht. In Europa hingegen ist Universal das zuständige Vertragslabel.
Zugleich verdichten sich Gerüchte, daß der seit vier Jahren angekündigte und immer wieder kommentarlos verschobene Surround-Remix von Jackson Brownes Running On Empty nun tatsächlich, und zwar Ende Mai, auf den Markt kommen wird. Speziell in diesem Falle dürfte die Devise »Erst sehen, dann glauben« höchst ratsam sein.
März 2005
Die Open Source Community, ein loser Zusammenschluß von Computerspezialisten und Programmierern, beschäftigt sich mit der Entwicklung frei und kostenlos verfügbarer Software – das Betriebssystem Linux ist dabei das Open-Source-Vorzeigeprojekt. Erstaunlicherweise ist nun auch ein Projekt für ein frei verfügbares DVD-Audio-Authoringsystem entstanden. Ebenfalls soll ein Programm zur Wiedergabe von DVD-Audio-Discs erstellt werden. Ein solches Vorhaben ist deswegen schwierig, weil die Dokumentation über den Aufbau einer DVD-Audio geistiges Eigentum des DVD-Forums ist und nur gegen (sehr viel) Geld zugänglich gemacht wird. Die Entwickler des Open-Source-Projekts "DVD-Audio Tools" haben sich daher die Mühe gemacht, die entsprechenden Informationen durch Analyse von vorhandenen DVD-Audio-Discs zu gewinnen. Auch diese sind auf der Website des Projektes abrufbar.
Großen Wert legt man dabei auf die Feststellung, man werde weder MLP, noch die bei DVD-Audio möglichen Verschlüsselungs- und Watermarkingverfahren unterstützen – gerade letzterer Punkt würde auch mit dem neuen deutschen Urheberrecht kollidieren, das die Umgehung jeglichen Kopierschutzes unter Strafe gestellt hat.
Derzeit befindet sich das Projekt im sogenannten Alpha-Stadium, ist also noch ein gutes Stück von seinem Abschluß entfernt. Die Programme sollen unter Linux, Windows und MacOS laufen.
Nach den beiden DVD-Audio-Erstlingen aus dem Hause Motette meldet der Düsseldorfer Verlag nun eine dritte Neuerscheinung: unter dem Titel "Orgel, marsch marsch! - Internationale Orgelmärsche" wird eine in der Klosterkirche Fürstenfeld entstandene Produktion avisiert. Hierbei schließt man sich dem (u.a. von M7 RECORDS angestoßenen) Trend an, in einer Doppelbox DVD-Audio und CD-Version einer Aufnahme gemeinsam zu verkaufen. Wie schon bei den beiden ersten DVD-Audio-Produktionen von Motette wird auch diesmal bemerkenswerterweise keine industriell gepresste, sondern eine gebrannte DVD-R an den Käufer ausgeliefert. Dies könnte mit vereinzelten DVD-Audio-Spielern der ersten Generation (besonders Technics DVD-A10 und Panasonic DVD-A7) zu Abspielproblemen führen.
Zwei Neuerscheinungen auf DVD-Audio meldet das Klassik-Label Naxos: die erste ist eine Doppel-DVD-Audio mit den »Songs of Innocence and of Experience« des amerikanischen Komponisten William Bolcom, die zweite enthält Béla Bartóks Orchesterwerk »Der wunderbare Mandarin«.
Wieder einmal setzt die Discount-Handelskette Aldi Süd einen neuen, unteren Preispunkt für DVD-Audio-Player: ab dem 23. März wird in den Filialen ein DVD-Audio-Player zum Preis von gerade einmal € 59,99 angeboten. Es handelt sich offenbar um das selbe Modell, das Aldi bereits im vergangenen November im Angebot hatte, und das zwischenzeitlich auch vom Importeur Siemssen via Internet vertrieben wurde. High-End-Ambitionen dürften mit diesem Produkt wohl eher nicht verfolgt werden, freilich ermöglichen derartige Offerten einen preisgünstigen EInstieg in das Thema DVD-Audio.
Der Düsseldorfer Motette-Verlag hat inzwischen auf seiner Internet-Präsenz die ersten beiden DVD-Audios seines auf Orgelmusik spezialisierten Labels Motette-Ursina vorgestellt. Die erste ist amerikanischer Orgelmusik gewidmet, die zweite enthält französische Orgelmusik, eingespielt an der Cavaillé-Coll-Orgel der Kathedrale von Orléans. Beide Aufnahmen können bereits direkt beim Verlag bestellt werden; bemerkenswert ist der Hinweis, die Titel seien nur auf DVD-Audio-Spielern wiederzugeben – was bedeuten würde, daß man auf die DVD-Video-Kompatibilität verzichtet hat.
Die DualDisc kommt nun doch offiziell auf den europäischen Markt: wie HighFidelityReview.com meldet, findet die offizielle Präsentation am 4. März in den Londoner Büros der Dolby Laboratories statt. Mitveranstalter ist die in den USA beheimatete 5.1 Entertainment Group, die vor allem für Ihr Label Silverline Records bekannt ist. Mit diesem will man heuer ab April europaweit mehr als 100 DualDisc-Titel herausbringen.
Das Stuttgarter Klassik-Label Tacet hat nun endlich die erste der lange erwarteten DVD-Audios mit dem Beethoven-Zyklus des Auryn-Quartetts angekündigt. In Sachen Spielzeit reklamiert Tacet den Weltrekord für sich, enthält die DVD-Audio doch immerhin 312 Minuten Musik im 5.1-Surround-Sound. Freilich: es werden hier zwei Fassungen derselben Produktion angeboten. Einmal ist dies die Aufnahme der Streichquartette op. 18 im Real Surround Sound, zum anderen wird eine Fassung im ebenfalls Tacet-eigenen Moving Real Surround Sound enthalten sein.
Februar 2005
Mit dem in Düsseldorf ansässigen Motette-/Psallite-Verlag wird – wenn die Anzeichen nicht trügen – demnächst eines der bekanntesten deutschen Spezial-Labels für Orgelmusik mit der Herausgabe von DVD-Audio-Produktionen beginnen. Wie auf Anfrage bestätigt wurde, sollen im Rahmen der "Motette-Super-Sound"-Reihe sowohl Aufnahmen als Set aus DVD-Audio und CD, als auch SACD-Produktionen erscheinen. Details will man allerdings erst im Rahmen der turnusmäßigen Verlagsinformationen Mitte März bekanntgeben.
Das neue Album von Marius Müller-Westernhagen erscheint parallel zur CD-Veröffentlichung nicht etwa auf DVD-Audio (wie der Vorgänger "In den Wahnsinn"). Vielmehr entschloß sich die deutsche Filiale von Warner Music zur Herausgabe einer SACD. Diese Entscheidung mutet angesichts der Tatsache, daß Warner im Bereich der DVD-Audio eine Schlüsselrolle unter den großen Labels einnimmt, schon recht befremdlich an.
Zwei neue DVD-Audios mit Aufnahmen von Altmeister David Bowie hat die EMI für Ende Februar angekündigt. Es handelt sich dabei um Stage (1978) sowie David Live (1974).
Die Firma Panasonic wird in den Monaten März/April drei weitere DVD-Recorder ihrer Diga-Reihe auf den Markt bringen. Die preislich dem unteren und mittleren Segment zuzuordnenden Geräte (Pressetext) bieten durchgängig die Möglichkeit, DVD-Audio wiederzugeben. Aus den vorliegenden Unterlagen geht jedoch nicht hervor, ob die Wiedergabemöglichkeit – wie bei Panasonic-Recordern fast ausnahmslos üblich – auf den Stereo-Downmix beschränkt bleibt, oder ob man sich zumindest bei dem teuersten Modell DMR-EH52 zur Unterstützung von Surround-Ton durchringen konnte.
Von einem Produktionsfehler ist offensichtlich die soeben erschienene Naxos-Produktion mit der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach betroffen. Zumindest bei dem hier vorliegenden Exemplar ist der erste Teil der auf zwei DVD-Audios geteilten Aufnahme allem Anschein nach Opfer einer Verwechslung beim Mastering, da aus den Surround-Rückkanälen der eigentlich zu Teil 2 gehörende Ton erklingt. Die zweite Disc ist hingegen in Ordnung.
Mehr per Zufall wurden wir auf ein kleines Schweizer Label aufmerksam, das bereits seit 2002 DVD-Audios publiziert und inzwischen schon 7 Produktionen in seinem Katalog stehen hat: das Label Laborantes ist auf Klassik-Aufnahmen (offenbar überwiegend Konzertmitschnitte) spezialisiert. Die Website hält von vielen Titeln kurze Stereo-MP3-Dateien als Kostprobe bereit, die Preise sind mit EUR 33 pro Disc leider ziemlich stolz ausgefallen.
Der Ausbau des DVD-Audio-Sortiments bei Naxos geht weiter: der Versender jpc meldet soeben zwei weitere Titel als Neuerscheinungen des Budget-Labels: zum einen eine Doppel-DVD-Audio mit Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe, zum anderen eine weitere Schostakowitsch-Aufnahme, nämlich mit der Filmmusik zu "Hamlet", das Opus 116 des großen russischen Komponisten.
Januar 2005
Die erste DVD-Audio aus Finnland stammt von der Metal-Band Nightwish: der Titel Once war in Finnland bereits als CD hoch erfolgreich (3-faches Platin) und wird ab 21. Februar als DVD-Audio im Surround-Sound erhältlich sein. Herausgeber ist das finnische Label Spinefarm Records, der deutsche Vertrieb dürfte vermutlich über den Metal-Spezialisten Nuclear Blast laufen.
Der neu gebildete Musik- und Medienkonzern SonyBMG hat in den USA angekündigt, ab Februar 2005 mit der Herausgabe von DualDisc-Platten beginnen zu wollen. Vorgesehen sind rund 30 Titel, die zwischen 9. Februar und 22. März in den Läden stehen sollen. Unklar ist nach gegenwärtigem Stand, ob die DVD-Seite der Hybridplatten dem DVD-Audio-Standard entspricht, oder ob man sich mit den klanglichen Möglichkeiten der DVD-Video zufriedengibt. Die Webseite spricht nur von 5.1 Surround Sound sowie von "enhanced LPCM Stereo", was auf eine Kombination von Dolby Digital (für die Surround-Fassung) mit 24bit/96 kHz PCM (für die Stereo-Fassung) schließen läßt. Beides läßt sich auch ohne Rückgriff auf die DVD-Audio-Norm realisieren. Andererseits hatte die in SonyBMG aufgegangene Bertelsmann Music Group schon einige wenige DVD-Audios, darunter zumindest eine der jetzt angekündigten DualDiscs (nämlich 8701 von Usher), publiziert.
Der Lebensmitteldiscounter Aldi Süd setzt seine Ende 2004 begonnene DVD-Audio-Offensive fort. Ab 3. Februar wird in den Filialen nochmals der bereits kurz vor Weihnachten angebotene DVD-Receiver mit 5.1-Boxenset stehen, der neben etlichen anderen Formaten auch DVD-Audio abspielen kann. Der Preis für das Set beträgt 179 Euro; klanglich darf man sich von einer solchen Anlage sicher keine Wunderdinge erwarten, dennoch ist die Integration des DVD-Audio-Formates in ein solches Massenprodukt unbedingt anerkennenswert.
Das zum Medienkonzern EMI gehörende Jazzlabel Blue Note wird im Februar zwei DVD-Audio-Titel auch auf den deutschen Markt bringen. Es handelt sich um Traveling Miles von Cassandra Wilson, sowie um das Album Uninvisible des New Yorker Trios Medeski, Martin & Wood.
Warner Music veröffentlicht kommenden Monat in den USA insgesamt acht Alben von R.E.M. als 2-Disc-Set neu. Neben der CD wird dabei jeweils eine im Lieferumfang enthaltene DVD-Audio als "Bonus DVD with Surround Sound audio" angepriesen. Einige der Produktionen waren bereits als reine DVD-Audio auf dem Markt; man darf annehmen, daß Warner hier kurzfristig von einer eigentlich geplanten DualDisc-Veröffentlichung Abstand genommen, und sich für die Lösung mit zwei getrennten Discs entschieden hat. Damit findet die von einigen kleineren Labels – darunter die deutschen MDG und M7 RECORDS – schon längere Zeit praktizierte Methode der Veröffentlichung nun einen prominenten Nachahmer.
Gleich mit drei Neuerscheinungen steigt das Naxos-Label ins neue Jahr ein: Flötenkonzerte von Antonio Vivaldi, Auszüge aus den Chants d' Auvergne von Joseph Canteloube und schließlich eine Aufnahme mit Johannes Brahms' Symphonie Nr. 1 (gekoppelt mit der Akademischen Festouvertüre sowie der Tragischen Ouvertüre) sind die jeweiligen Inhalte.
Denon hat in den USA das Nachfolgemodell seines DVD-Audio-Flaggschiffs DVD-5900 (europäische Typenbezeichnung: DVD-A11) vorgestellt. Der DVD-5910 unterscheidet sich von seinem Vorgänger im wesentlichen durch eine deutlich aufwendigere Video-Sektion, mit der sich der Hersteller an die Spitze der technischen Entwicklung setzen will. Bedeutendste Neuerung im Audio-Bereich ist die Möglichkeit, das vollständige DVD-Audio-Signal (auch Surround) digital über den HDMI-Ausgang zu übertragen. Der Analogteil des Gerätes, das deutlich wuchtiger und schwerer als der auch nicht eben zierliche DVD-A11 ausfällt, weist nochmals verbesserte Burr-Brown-Wandler auf. Geblieben ist das aufwendige Bass- und Lautsprechermanagement sowie die Möglichkeit, bei der SACD-Wiedergabe über den Direct-Modus eine Umwandlung von DSD in das PCM-Format zu verhindern. Eine Vergleichstabelle zwischen DVD-5900/A11 und DVD-5910 findet sich hier, der UVP auf dem amerikanischen Markt beträgt 3.500 Dollar.
Auf dem deutschen Markt wird das Gerät als DVD-A1XV ab Ende Februar angeboten, wobei der Preis 3.500 Euro betragen soll. Die deutsche Website AreaDVD hat zu dem Gerät eine detaillierte Vorab-Beschreibung veröffentlicht.
Die Versandfirma jpc meldet auf ihrer Website das DVD-Audio-Startprogramm des britischen Nimbus-Labels als Neuerscheinung. Die auf der Insel schon länger lieferbaren Titel sind durchwegs Aufnahmen im sogenannten Ambisonic-Verfahren, die in den frühen 80er-Jahren als matrix-codierte Stereo-Digitalaufnahmen produziert wurden. Für die Überspielung auf DVD-Audio hat Nimbus die Aufnahmen so aufbereitet, daß eine akzeptable Vierkanal-Surroundwiedergabe mit der üblichen Lautsprecheraufstellung möglich sein soll.
Unterdessen stellt Nimbus auf seiner eigenen Website bereits vier weitere DVD-Audio-Titel vor, deren (in welcher Hinsicht auch immer) bemerkenswertester eine Produktion mit Aufnahmen des legendären Tenors Enrico Caruso sein dürfte. Auch diese DVD-Audio soll eine Surround-Produktion (!) sein, immerhin ist die Spieldauer mit 3 Stunden und 23 Minuten recht üppig ausgefallen. Die weiteren Neuzugänge sind Musik für Flamenco-Gitarre, indischer klassischer Musik (Ragas) und schließlich der wohl ersten Schauspielproduktion auf DVD-Audio gewidmet: zu hören ist William Shakespeares „Sommernachtstraum“, in Verbindung mit der Schauspielmusik von Felix Mendelssohn Bartholdy.
In der Ausgabe 2/2005 testet das Computer-Magazin c't den in unseren Dezember-News erwähnten DVD-Audio-Player von Siemssen. Insgesamt kommt das 100-Euro-Gerät in dem Kurztest recht gut weg, besonders wird die umfangreiche Ausstattung gelobt.
Das Jahr beginnt mit den alljährlichen Messeterminen. Auf der CES, der internationalen Fachmesse für Konsumelektronik in Las Vegas, hält insbesondere MLP-Erfinder Meridian das DVD-Audio-Fähnlein hoch. Interessant dürfte die Information sein, daß die DualDisc dank lichtdurchlässiger Drucklacke demnächst einen vernünftigen Label-Aufdruck erlauben wird. Zum Thema DualDisc wird auch eine eher überraschende Messe-Teilnahme gemeldet: das Presswerk Sonopress (Gütersloh) wird das neue Format anläßlich der Fachmesse Midem im französischen Cannes (23. bis 27. Januar) präsentieren. Solches vermeldet die Bertelsmann-Tochter in der neuesten Ausgabe ihrer Kundenzeitschrift sonoNews. Dies ist deswegen überraschend, weil Sonopress als eines von wenigen Presswerken das zur DualDisc konkurrierende DVDplus-Format herstellt. DVDplus-Erfinder Dieter Dierks hält einige europäische Patente, die durch die DualDisc möglicherweise verletzt werden.
Dezember 2004
Versöhnlich geht das Jahr für das neue DualDisc-Format zu Ende: sowohl Lexicon als auch Mark Levinson haben ihre Warnungen zurückgenommen und raten ihren Kunden nicht mehr vom Abspielen des neuen Tonträgers in ihren Geräten ab. Auch der britische Nobel-HiFi-Hersteller Meridian meldet positive Ergebnisse interner Tests, wobei die Firma für einzelne ihrer Geräte eine Modifikation anbietet, um die CD-Seite der DualDisc ohne Probleme abspielen zu können.
Naxos legt kurz vor Jahresende nochmals eine neue DVD-Audio vor: enthalten sind Werke des britischen Komponisten Ralph Vaughan Williams, darunter seine »Fantasia on a Theme by Tallis«. Somit erhöht sich die Zahl der lieferbaren Naxos-DVD-Audio-Titel auf 21.
Der amerikanische Software-Hersteller Minnetonka Audio bietet sein DVD-Audio-Authoringprogramm discWelder Bronze ab sofort auch für den Apple Macintosh an. Damit steht erstmals für die Mac-Plattform eine Möglichkeit zur Verfügung, DVD-Audio-Discs zu erstellen. discWelder Bronze für den Mac wird zum gleichen Preis wie die Windows-Version (US$99) vertrieben, auch der Leistungsumfang ist offenbar identisch. Voraussetzung für die Benutzung des Programmes ist das aktuelle Apple-Betriebssystem MacOS X.
Gleichzeitig wurde Minnetonkas Mittelklasse-Brennprogramm discWelder Steel ($499) runderneuert; es enthält ab sofort eine ganze Anzahl von Features, die bislang der Profi-Version discWelder Chrome II vorbehalten waren; so werden mehrere Gruppen, gemischte Abtastraten für Front- und Rückkanäle und als echtes Novum das Brennen von Dual-Layer-Discs unterstützt. Erfreulicherweise ist das Update für alle bisherigen Kunden kostenlos. 250 US-Dollar kostet hingegen eine Zusatzoption zu discWelder Steel, die das in Chrome serienmäßige Disc Mirroring realisiert. Damit ist es möglich, ohne weiteres Zutun eine mit Dolby AC3 codierte Version der DVD-Audio zu erstellen. Wird diese zusammen mit den "echten" DVD-Audio-Tracks auf eine DVD-R gebrannt, läuft die so erstellte Hybrid-Disc anschließend auf allen DVD-Playern (egal ob Audio oder Video).
Bereits im vergangenen Monat hatte die Discount-Kette Aldi Süd einen DVD-Audio-Player angeboten. Kurz vor Weihnachten legt Aldi nochmals ein Angebot für DVD-Audio-Einsteiger auf und bietet einen DVD-Receiver im Set für 179 Euro auf. Wie schon bei dem (übrigens recht schnell vergriffenen) Player im November, so wird auch diesmal angeblich der volle DVD-Audio-Standard bis hin zu 192 kHz Abtastrate geboten; für Videofans ist neben Progressive Scan eine DivX-Abspielmöglichkeit, für Digitalfotografen ein Speicherkartenleser an Bord. Auch wenn man von den mitgelieferten Kompaktboxen vermutlich keine klanglichen Offenbarungen erwarten darf, erstaunt doch die Intensität, mit der Aldi momentan das bislang eher als Nischenformat etablierte DVD-Audio-System forciert. Ähnliches Engagement stünde derzeit auch manchem Plattenlabel gut zu Gesicht.
Derweil taucht der im November bei Aldi angebotene DVD-Audio-Player im Webshop der Firma Siemssen wieder auf, und zwar zu einem deutlich höheren Preis (99 Euro). Allerdings bietet der Siemssen-Player eine weitere Funktionalität, er kann nämlich vom bekannten PC-Brennprogramm Nero erstellte Filme im neuen Nero-Digital-Format (offenbar eine MPEG4-Implementierung) direkt abspielen.
Der Versender amazon.com meldet, daß die für den 14. Dezember angekündigten Mark-Knopfler-Alben (siehe Meldung unten) nun doch nicht mehr im alten Jahr erscheinen werden. Neues Veröffentlichungsdatum der beiden DVD-Audios soll nun angeblich der 11. Januar 2005 sein. Passend dazu taucht bei einzelnen amerikanischen Internet-Shops mal wieder das Jackson-Browne-Album »Running on Empty« auf, dessen Veröffentlichung als DVD-Audio seit mehr als 2 Jahren immer wieder vertagt worden war. (Nicht-)Herausgeber ist, wie bei Knopfler, der Warner-Konzern. Ob dieses Mal den Ankündigungen Taten folgen werden, muß sich zeigen.
November 2004
In den USA hat Warner nun gleich zwei Alben des ehemaligen Dire-Straits-Chefs Mark Knopfler als DVD-Audio angekündigt; entsprechende Gerüchte waren ja schon Anfang November aufgetaucht. Für den 14. Dezember ist nun mit dem Erscheinen von Sailing to Philadelphia und Shangri La zu rechnen; interessanterweise erscheinen beide Titel als 2-Disc-Set, jeweils mit der DVD-Audio und einer separaten CD. Warner reagiert damit möglicherweise auf die negative Publicity, die das neue DualDisc-Format durch die Distanzierungen etlicher Player-Hersteller in den letzten Wochen hinnehmen mußte.
In Europa ist übrigens mit einer Veröffentlichung der beiden Titel als DVD-Audio nicht zu rechnen, da hier nicht Warner, sondern Universal die Rechte am Knopfler-Repertoire hat – dieses Unternehmen setzt weiterhin auf die SACD.
Zu den Herstellern, die ihren Kunden zur Vorsicht beim Abspielen von DualDiscs raten, gehören inzwischen auch die Nobel-HiFi-Marken Mark Levinson und Lexicon sowie die zur Denon-Gruppe gehörende Firma Marantz. Sony hat seine diesbezüglichen Warnungen mittlerweile auf die Computer der Vaio-Serie sowie die Spielekonsole PlayStation 2 ausgeweitet.
Mit Toshiba hat sich ein weiterer Hersteller von DVD-Spielern in den Kreis der Firmen eingereiht, die ihren Kunden keine Garantie über die Abspielbarkeit von DualDiscs auf ihren Geräten geben wollen. Immerhin etwas vorsichtiger formuliert als frühere Verlautbarungen von Sony, Pioneer und Onkyo, rät das Toshiba-Statement den Gerätebesitzern nicht unmittelbar von Kauf und Wiedergabeversuch ab. Allerdings sei zu bedenken, daß die "CD"-Seite der DualDisc nicht das offizielle CD-Logo trage und somit nicht als zum CD-Standard kompatibel gelten könne. Hinsichtlich der DVD-Seite gelte die grundsätzliche Problematik aller DVDs, daß nämlich kein Hersteller von Geräten eine universelle Abspielbarkeit jeglicher gefertigter DVD auf seinen Produkten garantieren könne.
Unterdessen ist das US-Label "Silverline" intensiv damit beschäftigt, weitere DualDisc-Titel auf den Markt zu werfen: Dieser Tage erhöht sich die Zahl der angebotenen Silverline-DualDiscs auf 45. Dies meldet HighFidelityReview.com.
Ab sofort sind die beiden DVD-Audio-Titel unseres Labels M7 RECORDS auch über die Versandhändler jpc und WOM erhältlich.
Der Versandhändler jpc bietet seit neuestem eine Anzahl von Titeln im neuen DualDisc-Format an. Dabei handelt es sich durchweg um US-Importe, der Preis pro Disc beträgt knappe 24 Euro. Erstaunlicherweise ist auch der Titel Gold Medal von The Donnas dabei, der in den USA sofort nach Erscheinen wegen eines Mastering-Fehlers auf der CD-Seite vom Markt genommen wurde (vgl. Oktober-News). Eine Neuauflage ist laut Informationen aus den USA derzeit nicht geplant.
Die DualDisc – bei ihrer Einführung als Hoffnungsträger für das DVD-Audio-Format gepriesen – ist zudem ins Gerede gekommen, weil sich in den USA seit ihrer Einführung etliche Geräte-Hersteller betont zurückhaltend über den doppelseitigen Zwitter aus CD und DVD geäußert haben. Nach Sony und Pioneer hat sich in der vergangenen Woche auch Onkyo vorsichtig von der DualDisc abgewandt und vor möglichen Kompatibilitätsproblemen gewarnt.
Die Familie der DVD-Audio-tauglichen PC-Soundkarten von Creative Labs erhält hochwertigen Zuwachs: die neue Soundblaster Audigy 4 Pro bietet erstmals auch auf der Eingangsseite 6 analoge Kanäle, die inzwischen enorme Anzahl an Anschlüssen macht eine Desktop-Box erforderlich. Das Produkt soll noch vor Weihnachten lieferbar sein.
Das in Düsseldorf ansässige Klassik-Label nishimura music hat, wie auf dem Umweg über Japan zu erfahren war, gleich vier neue DVD-Audio-Produktionen herausgebracht. Drei davon stellen die Akustik herausragender Kozertsaalbauten Ostdeutschlands (Dessau, Leipzig, Neubrandenburg) vor, die vierte ist wohl ein Sampler mit dem Titel »Die Welt des Natural Surround«. Sobald nähere Informationen zu Programm und Bezugsmöglichkeit vorliegen, werden wir diese nachreichen.
Der deutsche Lebensmitteldiscounter Aldi verkauft über seine süddeutsche Filialkette demnächst einen DVD-Audio-tauglichen Slimline-DVD-Player. Das (vermutlich aus chinesischer Fertigung stammende) Gerät der hauseigenen Marke »Tevion« verfügt über Digital-/Analog-Wandler mit 192 kHz Abtastrate, kommt neben der DVD-Audio auch mit zahlreichen anderen aktuellen Medienformaten zurecht (DivX, Xvid, WMA, MPEG 4) und bietet sogar einen eingebauten Speicherkartenleser für fünf der in Digitalkameras gängigsten Kartentypen. Aldi gewährt 3 Jahre Garantie, womit der Preis von EUR 69,99 für das ab 22. November angebotene Gerät ausgesprochen attraktiv erscheint.
Ab sofort ist die zweite DVD-Audio unseres Labels M7 RECORDS erhältlich. Unter dem Titel »a due« präsentieren darauf die Geigerin Susanne Schütz und der Cembalist Christian Weiherer ein Programm mit virtuoser Barockmusik für Violine und Cembalo. Zu hören sind Werke von Händel, Bach, Kerll, Krebs und Biber. Details zum Inhalt finden sich in einem hier abrufbaren PDF-Dokument.
Die Aufnahmen entstanden in der akustisch hervorragenden Klosterkirche Göttingen-Nikolausberg, die in der 5-kanaligen Surround-Aufnahme bestens zur Geltung kommt; erlesen wie Programm, Interpretation und Instrumentarium war auch die eingesetzte Aufnahmetechnik – unter anderem kamen zwei Exemplare des legendären Röhren-Kondensatormikrophons Neumann U 47 zum Einsatz.
Die DVD-Audio ist (wie schon die im Vorjahr erschienene Produktion »Die Jann-Orgel von Sankt Josef in Memmingen«) wieder im Set mit einer inhaltsgleichen (Stereo-)CD erhältlich und kann direkt bei M7 RECORDS bestellt werden. Für DVD-Video-Spieler wurde die Palette der Wiedergabemöglichkeiten um einen Surround-Track im DTS-Format erweitert.
Der Berliner Software-Hersteller Magix AG landet mit der neuesten Version seines PC-Softwarepakets music cleaning lab 2005 deluxe einen – man kann es kaum anders ausdrücken – Sensationscoup. Das Programm verfügt neben den von den Vorversionen bekannten Funktionen zum "Säubern" und Überspielen alter Analog-Aufnahmen auf CD über eine umfassende DVD-Funktionalität. Dabei kann nicht nur der Inhalt von 7 CDs auf eine DVD-R gepackt werden, die auf jedem handelsüblichen DVD-Video-Player wiederzugeben sein soll. Vielmehr unterstützt das Programm die Generierung von DVD-Audio im 4-Kanal-Surround-Sound mit 48 kHz Samplerate und 24 bit Auflösung. Mit einem empfohlenen Verkaufspreis von knapp unter 40 Euro (!) wird somit für die Erstellung von DVD-Audios die Tür in eine völlig neue Preiskategorie aufgestoßen. Das Produkt soll in diesen Tagen auf den Markt kommen.
Nach Sony geht nun auch der Hersteller Pioneer auf vorsichtige Distanz zur DualDisc. Auf der Website von Pioneer USA wurde eine Empfehlung veröffentlicht, in der Besitzern von CD- und DVD-Spielern, DVD-Recordern und PC-Laufwerken von Pioneer von einer Benutzung der DualDisc in den genannten Geräten abgeraten wird, »bis Pioneer Gelegenheit hatte, diese zu testen.« Man werde weitere Untersuchungsergebnisse nach deren Vorliegen bekannt geben. Von Anwenderseite liegen Berichte vor, nach denen der populäre DVD-Audio-/SACD-Kombiplayer DV-563A (hierzulande als DV-565A verkauft) die CD-Seite der DualDisc nicht abspielt. Unglücklicherweise hat dieser Player auch noch eine (schon längst bekannte) Firmware-»Macke«, so daß unter Umständen auch eine Wiedergabe der DVD-Audio-Seite scheitert. Hier kann allerdings ein bereits vorliegendes Firmware-Update helfen.
Die jetzt auftretenden Probleme sind um so überraschender, als die DualDisc im Frühjahr 2004 in den USA in zwei Testmärkten einem Feldversuch unterzogen wurde. Es erstaunt, daß bei dieser Gelegenheit offenbar keiner der großen Elektronik-Hersteller eigene Kompatibilitätstests mit dem neuen Format ausgeführt hat.
Obwohl Sony Music zu den Unterstützern des neuen DualDisc-Formates gehört, kommt nun aus dem Hause Sony kräftiger Gegenwind für die Kombination aus CD und DVD: nachdem offenbar einige Sony-Player Probleme haben, die CD-Seite der DualDisc abzuspielen, weist der japanische Konzern nun seine Vertragshändler in den USA darauf hin, daß die DualDisc nicht den offiziellen CD-Normen entspreche. Damit könne nicht garantiert werden, daß diese auf CD- und DVD-Spielern der Marke Sony in jedem Falle abspielbar sei. Für die DVD-Seite sieht man offenbar keine Probleme. Um künftig Reklamationen von zu reduzieren, werde man die Geräte mit Warn-Aufklebern ausstatten, auf denen auf das Thema hingewiesen werde.
Eine weitere Naxos-Neuheit meldet jpc – als ideale Synthese aus unaufhaltsam nahendem Weihnachtsfest und dem Queen-Besuch in Deutschland: die DVD-Audio mit dem Titel »A Christmas Choral Spectacular« enthält eine Auswahl von in Großbritannien populären Weihnachtsliedern, dargeboten vom Bournemouth Symphony Orchestra and Chorus unter Leitung von Peter Breiner.
Während in Europa das neueste Album »Shangri-La« von Mark Knopfler als SACD veröffentlicht wurde, kommt der US-amerikanische Markt angeblich noch vor Weihnachten in den Genuß einer DVD-Audio-Version dieses Titels. Grund: Während Knopfler in Europa bei Universal Music unter Vertrag steht, hat die US-Rechte (schon seit Dire-Straits-Zeiten) der Warner-Konzern inne. Unklar ist derzeit allerdings noch, ob das Knopfler-Opus als DualDisc oder als herkömmliche DVD-Audio auf den Markt kommt.
Oktober 2004
Gleich bei drei Fachausstellungen ist das von den Klassik-Labels MDG (Deutschland) und Divox (Schweiz) propagierte 2+2+2-Surroundsystem im November 2004 vertreten: anläßlich der diesjährigen Tonmeistertagung in Leipzig (5. bis 8. November) präsentiert man erstmals einen mit einer 2+2+2-Surroundanlage ausgerüsteten PKW. Zeitgleich findet im schweizerischen Pfäffikon die Advance statt, nach Veranstalterangaben die "größte Audio & Vision - Ausstellung der Schweiz". Schließlich wird – ebenfalls an nämlichem Wochenende – in Wien der Event "KlangBilder 04" nicht nur einen erheblichen Aufmarsch österreichischer Kulturprominenz, sondern auch eine Präsentation hochwertiger HiFi- und Heimkino-Systeme bieten. Hier ist MDG mit einem eigenen Stand vertreten.
Ohne größeren Rummel hat die noch kleine Schar von DVD-Audio-fähigen Sound-Editorprogrammen ("Digital Audio Workstations") einen prominenten Neuzugang erhalten: die aktuelle Version 8 der beiden Software-Geschwister Samplitude und Sequoia bietet nunmehr ebenfalls die Möglichkeit, direkt aus dem Programm heraus DVD-Audios zu brennen. Unterstützt werden dabei sowohl Stereo- als auch Surround-Funktionen. Die Surround-fähige Version Samplitude Pro kostet knappe 1.000 €, Stereo-DVD-Audios mit bis zu 192 kHz Abtastrate kann aber auch schon die Basisversion Samplitude Master für 299 € erstellen. Das auf den klassischen Musikschnitt ausgerichtete und mit diesbezüglichen, extrem leistungsfähigen Spezialfunktionen ausgerüstete Sequoia schlägt mit 2.900 € zu Buche. Samplitude-Aspiranten können evtl. dank attraktiver Crossgrade-Angebote zu reduzierten Preisen von Wettbewerbsprodukten auf Samplitude umsteigen.
Allen Varianten gemeinsam ist leider, daß sie – wie die übrigen Low-Cost-Systeme für DVD-Audio-Erstellung – auf die Integration des Kompressionssystems MLP (siehe unsere FAQ) verzichten müssen.
Von einer blamablen Panne wird die erste DualDisc-Veröffentlichung von Warner Music überschattet: die CD-Seite des Albums Gold Medal von The Donnas enthält einen Mastering-Fehler, durch den beim letzten Track die Wiedergabe nach knapp einer Minute abbricht. Da die gesamte Erstauflage betroffen ist, wurde das Produkt zunächst vom Markt genommen. Eine erneute Veröffentlichung sei laut Warner nicht unmittelbar geplant.
Pikanterweise wird Gold Medal in Großbritannien als 2-Disc-Set, bestehend aus einer DVD-Audio und einer CD, verkauft, was wohl vor dem Hintergrund der erwähnten Patent-Streitigkeiten (siehe Meldung unten) zu sehen ist.
Nach Universal Music hat nun mit Warner das zweite »Major Label« seine ersten DualDiscs angekündigt. Nach einer Meldung von HighfidelityReview.com sind ab sofort in den USA zwei aktuelle Titel der Bands Simple Plan und The Donnas erhältlich; Ende November werden DualDiscs der Grateful Dead sowie von Trapt folgen. Von der noch im Frühjahr erwarteten Veröffentlichungs-Offensive kann angesichts derart homöopathischer Dosierung keine Rede mehr sein.
In Branchenkreisen munkelt man derweil, der europäische Markt werde bis auf weiteres nicht in den Genuß der DualDisc kommen. Grund hierfür seien zu erwartende Streitigkeiten mit dem deutschen Unternehmer Dieter Dierks, der europäische Patente auf wesentliche Teile der DualDisc-Technologie innehält, und selbst seit geraumer Zeit eine zweiseitige CD-/DVD-Hybridplatte unter dem Namen DVDplus vermarktet.
Schon wieder Neuigkeiten von Naxos: das äußerst rührige Klassik-Label kündigt auf seiner Website eine DVD-Audio mit Werken des französischen Barock-Komponisten Marc-Antoine Charpentier an. Neben der »Messe de Minuit pour Noël« ist auf der DVD-Audio eine von Charpentiers zahlreichen Vertonungen des »Te Deum« enthalten. Ob es sich dabei um das oft scherzhaft als »Eurovisions-Te Deum« bezeichnete, wohl bekannteste Werk des Meisters handelt (der instrumentale Eingangssatz erklingt als Erkennungsmelodie vor allen Eurovisions-Übertragungen), geht leider aus den Angaben von Naxos nicht hervor. Interpreten sind das Aradia Ensemble und Kevin Mallon, die auf Naxos bereits eine recht hörenswerte DVD-Audio mit geistlicher Musik von Antonio Vivaldi eingespielt haben. Der Titel wird, wie bei Naxos üblich, parallel als SACD und konventionelle CD veröffentlicht.
Die auf die neuen Tonträgerformate SACD und DVD-Audio spezialisierte Website von Universal Music USA wurde um eine Rubrik DualDisc erweitert. Dort findet der geneigte Leser die Ankündigung der ersten Titel für das neue Format, das bekanntlich ein Zwitter aus CD und DVD sein wird. Eine Seite ist auf CD-Spielern wiederzugeben, die andere hingegen auf DVD-Spielern. Universal kündigt nun für den 23. November ein Paket von sage und schreibe fünf DualDiscs an. Immerhin enthalten alle auf der DVD-Seite eine DVD-Audio-Version (und nicht, wie befürchtet, nur eine DVD-Video mit der für musikalische Zwecke bekannt mittelprächtigen Dolby-Tonqualität).
Auch die (seit einigen Tagen im Netz verfügbare) offizielle Website der DualDisc-Gruppe erweckt nicht eben den Eindruck, als sei man bei dem (seit Monaten heiß diskutierten) Thema wirklich schon in die Gänge gekommen.
Mit der Fortsetzung seiner Schostakowitsch-Reihe greift das Detmolder Klassik-Label Dabringhaus & Grimm (MDG) wieder ins DVD-Audio-Geschehen ein. Die für Mitte Oktober angekündigte Aufnahme der Symphonien 5 & 9 des russischen Komponisten wird wieder in Form eines Sets, bestehend aus DVD-Audio und beigepackter CD, auf den Markt kommen, die DVD-Audio ist im hauseigenen 2+2+2-Aufnahmeverfahren produziert.
Mit dem neuesten Update rüstet Software-Hersteller Minnetonka Audio bei seinem professionellen DVD-Audio-Authoringprogramm discWelder Chrome II den Dual-Layer-Support nach. Das bedeutet, daß mit dem Programm nun auch die neuen DVD+R - Rohlinge mit 8,5 GByte Kapazität beschrieben werden können. Die maximale Spieldauer pro Disc verdoppelt sich dadurch annähernd.
Chrome-II-Besitzer können das Update kostenlos beim Hersteller anfordern.
September 2004
Nicht etwa mit dem inzwischen überfälligen Beethoven-Streichquartettzyklus, sondern mit einer Aufnahme des Oktetts für Bläser und Streicher von Franz Schubert legt das Stuttgarter Klassik-Label Tacet nach längerer Pause wieder eine DVD-Audio vor. Der Versandhändler jpc meldet als Erscheinungsdatum den 15. Oktober.
Auch das – zur Naxos-Gruppe gehörende – Label Marco Polo meldet sich mit einer neuen DVD-Audio aus den Sommerferien zurück. Nach der erfolgreichen Veröffentlichung von Erich Wolfgang Korngolds Filmmusik zu »Robin Hood« hat man sich abermals einen Hollywood-Klassiker vorgenommen: die 1944 von Max Steiner komponierte Musik zu »The Adventures of Mark Twain«.
Universal Music kündigt auf dem amerikanischen Markt für den 9. November fünf neue Klassik-DVD-Audios an. Darunter sind zwei Titel, nämlich eine von Herbert von Karajan dirigierte Aufnahme des Mozart-Requiems sowie eine Beethoven-Symphonien-Aufnahme mit Carlos Kleiber bereits auf SACD veröffentlicht. Inhaltlich setzt man auch ansonsten auf große Orchesterwerke; neben den genannten sind Werke von Hector Berlioz, Gustav Mahler und Richard Strauss Gegenstand der neuen Universal-DVDs.
Spannend ist nun noch die Frage, ob der europäische Markt diesmal zeitgleich mit den USA mit den Neuerscheinungen beliefert wird.
Naxos hat eine weitere DVD-Audio veröffentlicht. Die neueste Produktion des Budget-Klassiklabels enthält geistliche Musik von Antonio Vivaldi, darunter das Gloria, RV 588.
In einem Diskussionsbeitrag des Wavelab-Internetforums hat Wavelab-Entwickler Philippe Goutier angekündigt, das Programm werde in Zukunft auch MLP-Dateien importieren können. Das PC-Soundbearbeitungsprogramm Wavelab ist bekanntlich in seiner neuesten Version (5.01a) in der Lage, neben CDs auch DVD-Audios zu erzeugen. Professionellen Anwendern fehlte bislang freilich die Möglichkeit, mit dem bei der DVD-Audio vorgesehenen, verlustfreien Komprimierungsverfahren MLP erstellte Sounddateien in Wavelab-Projekte zu integrieren. MLP ist unter anderem unabdingbare Voraussetzung für die Erstellung von 5.1-DVD-Audios mit der gängigen Abtastrate 96 kHz / 24 bit.
Keine Lösung wird es durch die Wavelab-Erweiterung allerdings für die Kostenthematik geben: der zur Produktion von MLP-Dateien nötige Encoder kostet derzeit immer noch weit über 2000 Euro und ist damit um ein vielfaches teurer als andere, im Surround-Bereich gängige Codierungsprogramme wie Dolby AC3 oder DTS.
Nachtrag zum Thema »Aero«: auf Anfrage hat uns Warner Music Deutschland bestätigt, daß es sich bei dem neuen Album von Jean Michel Jarre mitnichten um eine DVD-Audio handelt, sondern um eine »DVD-Video mit überragendem Klang« (was immer das sein mag). Die Frage nach dem Grund für die offenbar in letzter Minute erfolgte Änderung blieb leider seitens des Hamburger Unternehmens unbeantwortet.
Auf der englischsprachigen Diskussions-Website DVD-Audiobahn gibt es inzwischen Statements diverser massiv enttäuschter Teilnehmer, die ihre Aero-Vorbestellungen bei amazon storniert haben.
Auf 36 Titel ist in diesen Tagen das DVD-Audio-Programm von dts Entertainment angewachsen. Zu den aktuellen Neuerscheinungen gehört neben der Frank-Zappa-Kompilation QuAUDIOPHILIAc eine Produktion der Blue Man Group namens »The Complex«.
Die japanische Nippon Columbia hat auf ihrem Denon-Label bereits Ende August zwei weitere DVD-Audio-Titel veröffentlicht. Soweit aus dem leider ausschließlich in japanischer Sprache vorliegenden Text auf der Website erkennbar, handelt es sich einerseits um eine weitere der in Japan offenbar recht populären Synthesizer-Transkriptionen klassischer Werke, in diesem Falle Strawinskis Balletmusik »Petruschka«. Zum anderen legt Denon eine Produktion mit einem Violin-Solorezital vor; eingespielt wurden Werke barocker Komponisten wie Bach, Telemann und Biber.
Einige Enttäuschung dürfte die derzeit kursierende Meldung auslösen, die mit großem Getöse angekündigte Produktion »Aero« des französischen Synthesizer-Altstars Jean-Michel Jarre sei keine DVD-Audio. Solches berichtet jedenfalls ein Besitzer des im Ausland wohl schon erhältlichen Albums im englischsprachigen Jarre-Forum. Demnach findet sich auf dem Cover nur das DVD-Video-Logo, der AUDIO_TS-Ordner auf der DVD (in dem die Daten für eine DVD-Audio enthalten sein müßten) sei leer. Auch der Versender amazon.de bezeichnet den Titel nicht als DVD-Audio, während jpc (wo die Produktion als CD gelistet ist) von einer »beigelegten Audio-DVD« spricht.
Sollten die Informationen zutreffen, wäre dies um so erstaunlicher, als Jean-Michel Jarre auf seiner eigenen Website ausdrücklich eine DVD-Audio angekündigt hatte, und das Produkt auf einem Label des Warner-Konzerns erscheint, der bislang zu den wichtigsten DVD-Audio-Verfechtern innerhalb der »alten« Musikindustrie zählte. »Aero« wäre daher nach Ansicht von Marktbegleitern ein für das DVD-Audio-Lager strategisch hoch bedeutendes Produkt gewesen.
Denon Deutschland hat die Firmware-Aktualisierung für den DVD-Audio-/SACD-Spieler DVD-A11 jetzt freigegeben. Damit sollen Wiedergabeprobleme beseitigt werden, die das Nobelgerät mit einigen DVD-Audios von Universal Classics hat.
Leider ist das Aktualisierungs-Procedere reichlich umständlich ausgefallen. Zunächst muß bei Geräten der ersten Produktionsserien ein Umbau am Spieler selbst vorgenommen werden. Neuere Geräte (etwa ab Frühjahr 2004, unter Angabe der Seriennummer bei Denon zu erfragen) benötigen nur die Firmware-Aktualisierung; ein Einspielen der Firmware (normalerweise durch schlichtes Einlegen einer CD-ROM in den Spieler zu erledigen) durch den Anwender hält man allerdings auch hier für zu riskant, ebenso nimmt Denon keine direkt vom Endkunden eingeschickten Geräte an. Der Einzelhändler, von dem das Gerät bezogen wurde, muß in jedem Falle zwischengeschaltet werden. Folglich hat der 13-Kilo-Bolide im ungünstigsten Falle vier Postwege vor sich – schade, daß man sich für das Spitzengerät keine kundenfreundlichere Lösung überlegt hat.
Die neueste Ausgabe (10/2004) der Zeitschrift Audiovision präsentiert in recht markigen Worten den neuen, allerdings noch nicht käuflichen DVD-Recorder DMR-E500 von Panasonic. Das Gerät, das wohl zum Weihnachtsgeschäft bei den Händlern stehen soll, verbindet erstmalig die Funktionen eines (Video-)DVD-Recorders mit Festplatte mit einem vollwertigen, weil uneingeschränkt Surround-tauglichen DVD-Audio-Wiedergabepart. Problematisch dürfte bei der Neuerscheinung allerdings der anvisierte Listenpreis von knapp 1.800 € sein.
Recht freundliche Worte findet das deutsche Fachmagazin für Tonstudiotechnik, Production Partner, in seiner jüngsten Ausgabe für das professionelle DVD-Audio-Authoringprogramm DiscWelder Chrome II. Besonderes Lob finden die zahlreichen neuen Funktionen, die nahtlos in die Bedienoberfläche der Vorversion integriert worden seien.
Der Bericht kommt zu dem Schluß, mit Chrome II stehe »endlich ein Werkzeug zur Verfügung, das ein Authoring professioneller DVD-Audios zu einem akzeptablen Preis, mit angemessenem Zeitaufwand und für eine breite Anwenderschicht gestattet.« Es sei davon auszugehen, daß »Chrome II die Einführung der DVD-Audio in den Markt beschleunigt.«
Das britische Klassik-Label Nimbus Records ist jüngster Neuzugang unter den DVD-Audio-Anbietern. Die erste Veröffentlichung umfaßt fünf Titel, die jeweils rund 90 Minuten Spielzeit aufweisen. Die teilweise recht interessanten DVD-Audio-Produktionen, allesamt ältere Aufnahmen aus dem Ambisonic-Repertoire der Briten, können derzeit nur für relativ teures Geld über die Nimbus-Website bestellt werden.
August 2004
Nach einer Meldung des Internet-Nachrichtenportals heise online wurde der Starttermin für die DualDisc nunmehr auf Oktober 2004 festgelegt. Wie hier bereits mehrfach berichtet, handelt es sich bei diesem neuen Ton-/Bildträger um eine doppelseitige Hybrid-Disk, deren eine Seite in CD-, die andere hingegen in DVD-Spielern wiederzugeben ist. Die offensichtliche Zielsetzung war es wohl, dem Hybrid-Format des zur DVD-Audio konkurrierenden SACD-Systems etwas vergleichbares entgegensetzen zu können.
Ob dies gelingen wird, ist allerdings fraglich: der Heise-Bericht nennt drastische Einschränkungen sowohl auf der CD- wie auch auf der DVD-Seite. So soll die CD-Seite nur maximal 63 Minuten Spieldauer haben (normale CD: 80 Minuten), und die DVD-Seite ist auf das Single-Layer-Format (5 GB) beschränkt. Auch ein vernünftiger Label-Aufdruck verbietet sich bei der DualDisc aus prinzipiellen Gründen.
Schließlich ist ein Rechtsstreit mit dem deutschen Musikproduzenten Dieter Dierks zu befürchten, der bereits seit einigen Jahren ein der DualDisc vergleichbares System namens DVDplus erfolgreich (Herbert Grönemeier, »Die Prinzen«, u.a.) anbieten kann. Dierks hat für die DVDplus Patente in Europa und Australien inne.
dts wird im September eine weitere DVD-Audio mit Aufnahmen des legendären (und eigentlich keiner musikalischen Sparte zuzuordnenden) Frank Zappa herausbringen. Das Album hat den Titel Quaudiophiliac, die Angaben auf der dts-Website sind derzeit noch recht spärlich. Der erste Zappa-Titel bei dts namens Halloween war im für diese Zwecke eigens reaktivierten Studio (»Utility Muffin Research Kitchen) des Meisters und unter Aufsicht von Zappa-Sohn Dweezil neu abgemischt worden. In den Zappa-Archiven dürfte noch reichlich Surround-fähiges Material lagern, hatte sich FZ doch schon in den 70er Jahren intensiv mit der damaligen Quadrophonie befaßt und für die Veröffentlichung von Quadro-Fassungen seiner Aufnahmen zeitweise gar ein eigenes Label namens »Discreet« betrieben.
Eine weitere DVD-Audio von Naxos ist angekündigt. Die Produktion ist einem der großen Komponisten unserer Zeit, dem 1935 geborenen Arvo Pärt gewidmet, und enthält unter anderem seine Werke »Summa«, »De profundis«, sowie die »Berliner Messe«.
Die Ende 2003 erschienene, erste DVD-Audio unseres Labels M7 RECORDS ist Gegenstand einer Besprechung in der Zeitschrift musica sacra, Ausgabe 4/2004 (Juli/August). Sowohl für Interpretation als auch die Aufnahmetechnik unseres Porträts der Jann-Orgel von Sankt Josef, Memmingen, (gespielt von Christian Weiherer) vergab der Rezensent Höchstbewertungen. Die Produktion sei »als überaus gelungen zu bezeichnen, was die künstlerisch musikalische wie auch die aufnahmetechnische Seite betrifft.« Die DVD-Audio (mit beigepackter CD-Version derselben Aufnahme) ist übrigens weiterhin direkt bei uns zu beziehen. Weitere Infos finden Sie in unserem CD-Lieferprogramm.
Mitten in der Sommerpause meldet sich das Klassik-Budgetlabel Naxos mit einer Neuerscheinung: der inzwischen 16. DVD-Audio-Titel stellt Werke für Violine und Orchester von Finnlands Nationalkomponist Jean Sibelius und dem wahrscheinlich weniger bekannten norwegischen Tonsetzer Christian Sinding einander gegenüber.
Denon Deutschland wird in absehbarer Zeit eine neue Firmware für den DVD-Audio/SACD-Kombi-Spieler DVD-A11 veröffentlichen. Wie gemeldet, verweigern die Spieler dieses Typs bei Klassik-DVD-Audios der Universal-Labels (Deutsche Grammophon, Decca, Philips) die Wiedergabe. Das Problem scheint seitens der japanischen Entwicklungsabteilung nun erkannt und behoben, die neue Firmware für den High-End-Spieler wird derzeit aber noch ausgiebig getestet.
Wie uns die Serviceabteilung der deutschen Vertretung informierte, wird das Update unter Umständen leider mit einem Werkstatt-Aufenthalt verbunden sein, kann also nicht, wie zunächst erwartet, vom Kunden selbst durch einfaches Einlegen einer Daten-CD in den Spieler installiert werden. Sobald Denon das definitive Aktualisierungs-Procedere bekannt gibt, wird dies selbstverständlich auf dieser Seite gemeldet.
Auch in den USA bringt dieser Tage ein weiteres Label erste DVD-Audio-Veröffentlichungen auf den Markt. Sovereign Artists legte Ende Juli eine Aufnahme der Crickets (Werbetext: »the band that helped invent Rock 'n ' Roll«) vor, die sich für dieses Album die Unterstützung zahlreicher prominenter Mitstreiter (u.a. Eric Clapton) sicherten. Im September soll dann ein Titel mit Jazz-Legende Don Grusin folgen. Bestellmöglichkeit besteht über den Webshop des Labels.
3BoneAudio, ein in Kanada beheimatetes Label, wurde für seine DVD-Audio-Produktionen schon mit reichlich Vorschußlorbeeren überhäuft (Surround Music Award 2002 und 2003), ohne jedoch tatsächlich einen Titel zum Verkauf veröffentlicht zu haben. Am 17. August soll es nun soweit sein: dann nämlich soll das Album »Kaje« des gleichnamigen Musikers und Produzenten auf den Markt kommen. Stilistisch ist die DVD-Audio dem Bereich Dancefloor / HipHop zuzuordnen. Bleibt zu hoffen, daß die Scheibe dann auch im Webshop des Labels greifbar ist; dort gibt es bislang nur T-Shirts mit dem vielsagenden Slogan »Stereo is dead« zu kaufen . . .
Das im westfälischen Beverungen beheimatete Independent-Label Glitterhouse Records hat seit kurzem eine erste DVD-Audio im Lieferprogramm. Der Titel »Short Stories« stammt von der Band »Lilium« und ist der Musikrichtung Alternative Rock zuzuordnen. Der Bezug der DVD-Audio ist über den Webshop des Labels möglich, auch einige Versender haben die Neuerscheinung im Programm.
Juli 2004
Ein weiterer Zugang bei den DVD-Audio-Labels: das auf zeitgenössische (E-)Musik spezialisierte Label col legno hat eine Aufnahme mit Musik des 1947 geborenen Komponisten Salvatore Sciarrino herausgebracht. Die DVD-Audio präsentiert das Werk La Bocca, I Piedi, Il Suono für 4 Solo-Saxophonisten und 100 Saxophon-Spieler in Bewegung. Den Solopart übernimmt dabei das Lost Cloud Quartet, die künstlerische Leitung oblag dem Komponisten. Der DVD-Audio ist in zwischenzeitlich bewährter Weise eine CD-Version der gleichen Aufnahme beigepackt.
Die DVD-Audio selbst enthält übrigens nicht nur eine (dem aufgenommenen Werk natürlich besonders gemäße) Surround-Version, sondern auch eine mit 192 kHz Abtastfrequenz aufgenommene Stereo-Fassung der Aufnahme.
Die DVD-Audio kann direkt über den Webshop von col legno bestellt werden, bei den Versendern wie jpc und amazon herrscht derzeit leider noch die Fehlanzeige.
Steinberg hat den sehnlichst erwarteten Updater für sein (Auch-) DVD-Audio-Authoringprogramm Wavelab 5 freigegeben. Die Version 5.01a behebt eine Reihe von Fehlern, die bei einigen DVD-Audio-Spielern u.a. eine fehlerhafte Bildschirmdarstellung von Menüs zur Folge hatten. Infos und ein Link zum Update finden sich hier.
Nach Panasonic und Pioneer bietet nun auch Kenwood ein DVD-Audio-fähiges Autoradio an. Das KVT-925DVD ähnelt in seiner äußeren Erscheinung dem bereits länger erhältlichen Pioneer AVH-P7500, verfügt also wie dieses ein aus der Frontplatte ausfahrbares Video-Display. Leider konnte sich auch Kenwood nicht zu einer wirklich realitätsnahen Preisgestaltung durchringen – das Gerät steht mit fast 3.300 € in der Preisliste (ohne das optionale Navigationsystem!), erscheint somit reichlich teuer und dürfte folglich nicht gerade zur Popularisierung des DVD-Audio-Formates unter den Autofahrern beitragen.
Übrigens kosten sowohl das Kenwood- als auch das Pioneer-Gerät in den USA deutlich weniger; ein Selbstimport macht allerdings wegen der auf das amerikanische UKW-Frequenzraster ausgelegten Rundfunk-Empfangsteile, denen obendrein das RDS fehlt, hierzulande nur wenig Freude.
Neues aus der Gerüchteküche: die US-Website AudioVideoRevolution.com meldet, daß im Oktober 2004 mit den ersten Veröffentlichungen im DualDisc-Format zu rechnen sei. Vor Weihnachten sollten noch 30 bis 50 Titel in dem neuen Hybrid-Format, das CD und DVD-Audio auf einer Disc vereint, in den Handel gelangen. Die gegenwärtige Zurückhaltung großer Labels bei der Herausgabe neuer DVD-Audios sei möglicherweise auf die bevorstehende Markteinführung des neuen Formates zurückzuführen.
Diese Nachricht ist allerdings noch mit Vorsicht zu behandeln, da sie ganz offenbar auf ziemlich weichen Informationen aus der Branche beruht. In der Meldung selbst ist davon die Rede, daß es mit dem DualDisc-Start durchaus auch bis Januar 2005 dauern könnte.
Der aktuellen DVD-Audio-Liste des Versenders jpc (Georgsmarienhütte) ist zu entnehmen, daß man zum 6. August das in den USA längst lieferbare Klassik-Programm von Universal Music (Deutsche Grammophon, Philips, Decca) als Neuerscheinung meldet. Angekündigt sind derzeit 11 Titel, darunter auch der in DVD-Audio-Kreisen legendäre Beethovenzyklus mit den Berliner Philharmonikern unter Claudio Abbado.
Dieser Schritt stellt eine mittlere Sensation dar, hatte sich doch die deutsche Universal-Dependance unter dem im Januar ausgeschiedenen Top-Manager Tim Renner stets als SACD-Bollwerk präsentiert und bislang keinerlei Anstalten gemacht, dem Commitment der US-Zentrale in Richtung DVD-Audio zu folgen.
Aus dem Pop-/Rock-Sortiment von Universal sind derzeit bei jpc noch keine DVD-Audios gelistet. Hier sind in den USA Klassiker wie Tommy (The Who) und Goodbye Yellow Brick Road (Elton John) im Angebot.
Recht gut verfügbar scheint in Deutschland der neue Pioneer-Kombiplayer DV-575 zu sein. Mit diesem Gerät wird erstmals auch beim Listenpreis die 200-Euro-Grenze für einen Spieler unterschritten, der sowohl DVD-Audio als auch SACD wiedergeben kann. Nach Angaben in den gängigen Preissuchmaschinen darf man für den Pioneer einen Straßenpreis zwischen 170 und 190 € erwarten.
Nach jpc meldet nun auch amazon.de die eigentlich für Mai angekündigte DVD-Audio-Veröffentlichung von Jackson Brownes Album Running On Empty endgültig als nicht lieferbar – zumindest werden von amazon derzeit vorliegende Kundenbestellungen storniert. Man darf wohl annehmen, daß der herausgebende Warner-Konzern das Projekt endgültig ad acta gelegt hat.
Wieder einmal eine Meldung, die nicht direkt mit DVD-Audio, wohl aber mit Surround Sound zu tun hat: am 21. Juli strahlt der Westdeutsche Rundfunk (WDR) ein Hörspiel im Surround Sound aus. Einzelheiten zu Programminhalt und Empfangsmöglichkeiten finden sich hier auf der Webseite des WDR. Zum Empfang sind eine DVB-S-Set-Top-Box mit Digitalausgang, sowie ein Dolby-Digital-Decoder bzw. ein entsprechender Surround-Receiver erforderlich. Neben der genannten Sondersendung strahlt der WDR übrigens in einem Dauerversuch eine "Endlosschleife" mit Surround-Eigenproduktionen über Satellit aus.
Was lange währt...: der britische DVD-Versender loaded247.com meldet für Mitte August das Album Nick of Time von Bonnie Raitt als Neuerscheinung. Diese DVD-Audio war seit geraumer Zeit im Gespräch und hätte eigentlich schon Anfang 2003 veröffentlicht werden sollen.
Das Münchener Klassik-Label Farao Classics gibt bekannt, daß man ab sofort den Deutschland-Vertrieb für Divox übernommen hat. Divox, ein in der Schweiz beheimateter Alte-Musik-Spezialist, hat im vergangenen Monat seine erste DVD-Audio vorgestellt (siehe Meldung weiter unten). Farao selbst ist bekanntlich auch schon mit zwei DVD-Audio-Produktionen auf dem Markt, vollzieht aber seit einiger Zeit einen vorsichtigen Schwenk in Richtung SACD.
Der neue Panasonic DVD-Recorder DVR-E95H verfügt über die Möglichkeit, auch DVD-Audio wiederzugeben. Leider hat dieses Gerät, wie etliche andere bei Panasonic, nur Stereo-Ausgänge. Eine Surround-Wiedergabe ist somit ausgeschlossen.
Denon hat offenbar in den USA einen Nachfolger für seinen Spitzenplayer DVD-A11 (dort als DVD-5900 angeboten) vorgestellt. Wodurch sich der doch etwas überraschend präsentierte DVD-5910 von seinem Vorgänger unterscheidet, ist derzeit noch nicht bekannt. Der DVD-A11/DVD-5900, erst seit knapp einem Jahr am Markt, war zwar schnell zum Liebling der Fachpresse avanciert, leidet aber wohl nach wie vor unter kleineren Unzulänglichkeiten seiner Firmware.
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